Vergleichst Du Dich mit anderen?

Hast Du das Gefühl, dass sich in Deinen Beziehungen immer wieder die gleichen Konflikte abspielen?

Vielleicht fühlst Du Dich oft missverstanden, kämpfst mit Verlustängsten oder suchst unbewusst nach Bestätigung?

Das liegt daran, dass unser Unterbewusstsein alte Prägungen aus der Kindheit in unsere Partnerschaften mitnimmt. Diese Muster bestimmen, wie wir Nähe erleben, auf Streit reagieren oder mit emotionalen Herausforderungen umgehen.

Unsere früheren Bindungserfahrungen - insbesondere mit unseren Eltern oder Bezugspersonen - formen unser Verständnis von Liebe, Vertrauen und emotionaler Sicherheit.

Diese tief verankerten Muster beeinflussen uns oft unbewusst und führen dazu, dass wir in Beziehungen ähnliche Dynamiken erleben, die wir aus der Kindheit kennen.

Doch das Gute ist: Diese Muster lassen sich durchbrechen, wenn wir sie denn erst einmal erkennen.

In diesem Blogartikel erfährst Du die häufigsten Anzeichen, psychologischen Hintergründe und praktische Tipps, um aus diesen Kreisläufen auszubrechen und somit eine gesunde, erfüllte Partnerschaft führen zu können.

Die häufigsten Beziehungsmuster aus der Kindheit

1. Die Angst vor Ablehnung oder Verlassenwerden

Wenn Du als Kind emotionale Unsicherheit erlebt hast, kann sich das in Deiner Beziehung als Verlustangst äussern. Vielleicht bist Du übermässig eifersüchtig, hast Angst vor Trennung oder passt Dich stark an, um geliebt zu werden.

Typische Anzeichen dafür sind:

Du suchst ständig Bestätigung von Deinem Partner.

Du fühlst Dich unsicher, wenn Dein Partner nicht sofort auf Nachrichten antwortet.

Du passt Dich extrem an, um Konflikte zu vermeiden.

2. Bindungsangst und emotionale Distanz

Falls Deine Eltern Dir wenig emotionale Nähe gegeben haben, kannst Du als Erwachsener Schwierigkeit haben, Dich in Beziehungen wirklich zu öffnen. Oft neigen diese Menschen dazu, ihre Partner auf Abstand zum halten, um sich selbst zu schützen.

Hierfür sind typische Anzeichen dafür:

Du hast das Bedürfnis nach viel Freiraum in der Beziehung.

Du fühlst Dich schnell eingeengt, wenn Dein Partner Nähe sucht.

Du vermeidest emotionale Gespräche oder tiefere Bindungen.

3. Das Bedürfnis nach Bestätigung

Kinder, die nur durch Leistung oder Gehorsam Anerkennung erfahren haben, suchen oft auch in der Partnerschaft nach Bestätigung. Sie fühlen sich wertlos, wenn sie nicht ständig geliebt oder gelobt werden.

Typische Anzeichen:

Du hast Angst, nicht genug zu sein.

Du suchst oft nach Komplimenten und Anerkennung.

Du fühlst Dich unsicher, wenn Dein Partner nicht regelmässig seine Liebe ausdrückt.

4. Wiederholung toxischer Muster

Manche Menschen geraten immer wieder in toxische Beziehungen, weil sie unbewusst das nachahmen, was sie als Kind erlebt haben. Wenn Streit, emotionale Manipulation oder Unsicherheit in der Familie normal waren, kann sich auch das in späteren Partnerschaften wiederholen.

Kennst Du diese Szenarien?

Du fühlst Dich oft zu Partnern hingezogen, die Dich schlecht behandeln?

Du hast das Gefühl, Drama in einer Beziehung "zu brauchen"?

Du erkennst toxische Muster, kannst aber nur schwer daraus ausbrechen?

Praxisbeispiele für Beziehungsmuster

Beispiel 1: Bindungsangst in der Partnerschaft

Anna hat in ihrer Beziehung gelernt, dass sie sich auf niemanden verlassen kann. In ihrer Beziehung zu Marc zieht sie sich oft zurück, wenn er ihr zu nahe kommt. Sie weiss, dass er sie liebt, doch eine innere Angst hält sie davon ab, sich völlig zu öffnen.

Lösungsansätze für Anna:

Kleinere Schritte zur emotionalen Öffnung unternehmen.

Positive Bindungserfahrungen bewusst wahrnehmen.

Gespräche über Ängste mit Marc führen.

Beispiel 2: Übermässige Anpassung aus Angst vor Ablehnung

Max hatte Eltern, die ihn nur lobten, wenn er sich perfekt verhielt. Heute fällt es ihm schwer, seine eigenen Bedürfnisse auszudrücken, weil er Angst hat, nicht genug zu sein.

Lösungsansätze für Max:

Eigene Bedürfnisse bewusst wahrnehmen und kommunizieren.

Die Angst vor Ablehnung hinterfragen.

Selbstwertgefühl unabhängig vom Partner stärken.

So erkennst Du Deine Muster und durchbrichst sie

1. Bewusstsein schaffen: Erkenne Deine Prägungen

Der erste grosse und wichtige Schritt ist, Dir bewusst zu machen, welche Muster Du aus Deiner Kindheit in Deine Beziehung überträgst.

Frage Dich: Gibt es wiederkehrende Konflikte? Woher könnten sie stammen?

2. Die Vergangenheit reflektieren

Denke über Deine Kindheit nach.

Wie war Deine Beziehung zu Deinen Eltern?

Welche Beziehung haben sie Dir vorgelebt und welche Glaubenssätze über Liebe und Beziehungen hast Du damals entwickelt?

Schreibe Deine Gedanken dazu auf. 

3. Achtsamkeit in der Beziehung üben

Versuche, bewusst wahrzunehmen, wie Du in bestimmten Situationen reagierst. Spürst Du Angst, Unsicherheit oder Wut? Oft sind das Hinweise auf alte Muster.

4. Neue Verhaltensweisen etablieren.

Um Deine Prägungen zu durchbrechen, musst Du neue, gesündere Wege im Umgang mit Deinem Partner finden. Wenn Du beispielsweise Bindungsangst hast, übe Dich in kleinen Schritten darin, Dich emotional zu öffnen.

5. Praktische Übungen zur Selbstreflektion

Journaling: Schreibe täglich über Deine Gefühle und Reaktionen in der Beziehung.

Meditation und Achtsamkeit können Dir auch helfen, unbewusste Muster zu erkennen.

Rollenspiele: Stelle Dir alternative Reaktionen auf typische Konflikte vor.

Innere Kind-Arbeit: Versuche, alte Wunden durch Visualisierung und Affirmationen zu heilen, nach und nach wirst Du somit alternative Reaktionen auf typische Konflikte entwickeln können. Doch eigentlich entsteht Heilung, wenn Du nichts mehr heilen möchtest. Denn das Wort Heilung impliziert, dass etwas kaputt ist. Doch Du bist nicht kaputt, sondern hast nur aus Deinen vergangenen Erfahrungen, Überlebensstrategien entwickelt, entwickeln müssen. Darüber könnte ich glatt einen neuen Blog schreiben...

6. Professionelle Unterstützung in Betracht ziehen

Im Allgemeinen ist es schwer, alte Wunden allein aufzuspüren und sich ein neues Verhalten anzueignen. Ein Coach kann Dir helfen, tiefere Einblicke in Deine Muster zu gewinnen und gezielt daran zu arbeiten.

Langfristige Strategien für eine gesunde Beziehung

1. Kommunikation verbessern

Eine offene und ehrliche Kommunikation ist der Schlüssel zu einer gesunden Beziehung. Lerne, Deine Gefühle und Bedürfnisse klar zu formulieren. Damit gelingt Dir auch eine emotionale Unabhängigkeit aufzubauen. Arbeite daran, Dein eigenes Glück nicht von Deinem Partner abhängig zu machen. 

2. Grenzen setzen und respektieren

Lerne, gesunde Grenzen zu setzen und die Grenzen Deines Partners zu respektieren. Das schafft eine stabile und respektvolle Beziehung.

Fazit: Du hast die Macht, Deine Beziehungsmuster zu verändern

Es ist völlig normal, dass unsere Kindheit einen Einfluss auf unsere Beziehungen hat. Doch das bedeutet nicht, dass wir in negativen Mustern gefangen bleiben müssen. Indem Du Deine unbewussten Prägungen erkennst, reflektierst und bewusst neue Verhaltensweisen entwickelst, kannst Du gesündere, erfüllendere Partnerschaften führen.

Liebe darf leicht sein - Du hast es in der Hand, Deine Zukunft anders zu gestalten als Deine Vergangenheit!

Wenn Du Dir Unterstützung wünschst und endlich Veränderung in Deinem Leben und Deinen Beziehungen erreichen möchtest, dann melde Dich gerne bei mir,

Gemeinsam finden wir einen Weg, um alte Muster zu durchbrechen und eine erfüllte Partnerschaft zu leben!


"Vergleiche dich nicht mit anderen Menschen, sondern nur mit dem Menschen, der du gestern warst.“ 

Philipp Schmid


Die Freundin ist attraktiver und schlanker.

Andere haben ein Haus und ich wohne bloss zur Miete. 

Die Nachbarn fahren öfter in den Urlaub.

Der Kollege ist erfolgreicher im Business.

Die Arbeitskollegen verdienen mehr Geld.

Die Beziehungen der Freundinnen sind glücklicher. 

Kennst Du solche Gedanken? Obwohl wir wissen, dass sie uns nichts nützen, erwischen wir uns immer wieder, dass wir solche Vergleiche trotzdem anstellen.

Ich glaube das stammt aus der frühen Kindheit. Spätestens in der Schule haben wir angefangen uns zu vergleichen, und sind selber mit Anderen verglichen worden. Wer hat den schöneren Schulranzen? Wer hat den leckeren Pausensnack? Wer hat die besseren Noten? Wer ist intelligenter? Wer ist beliebter?

Die Individualität eines jeden einzelnen wertzuschätzen hatte, zumindest in meiner Jugendzeit, keine Priorität. Der Fokus wurde nur darauf gelegt, was einem nicht gelungen war. Und das hat der Lehrer auch noch mit einem roten Marker hervorgehoben. 

Im Erwachsenenleben schielen wir immer noch auf Andere. Wir idealisieren ihre Leben. Wir bewundern oder beneiden sie für ihre schöne Wohnungen, ihre tollen Autos und den liebevollen, einfühlsameren und attraktiveren Partner.

Tief in uns hat sich der Glaube eingeprägt, die Anderen seien besser, gescheiter, und glücklicher. Ja. Aus der Ferne betrachtet mag die Beziehung Deiner Nachbarn und Kollegen glücklicher, sorgloser und vielleicht sogar perfekt erscheinen. 

Doch dieser Eindruck täuscht. Nur weil wir nichts von ihren Ängsten, ihren Sorgen und Problemen wissen, heisst das nicht, dass sie keine haben. Das Gras auf der anderen Seite ist nicht grüner.

Jeder hat sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Und jeder versucht das Abenteuer Leben bestmöglich zu meistern. Meine Grossmutter pflegte zu sagen: „Unter jedem Dach ein Ach.“

Das Andere ist nicht besser. Es ist aber auch nicht schlechter. Es ist wie es ist: Es ist einfach anders. Und das ist auch gut so.

Durch das Vergleichen verstärken wir nur noch unsere Unzufriedenheitsgefühle. Wir werten uns ab, machen uns klein. 

Mein Tipp an dieser Stelle:

Sei ganz präsent, damit Du merkst, wenn Du wieder diese Gedanken denkst. Stattdessen mache Dir in solchen Moment bewusst:

Was hast Du bisher in Deinem Leben schon alles geschafft?

Wie viele schwierige und herausfordernde Situationen hast Du erfolgreich gemeistert?

Worin liegen Deine Stärken, worin bist Du richtig gut?

Werde Dir wieder bewusst, wie grossartig DU bist! Und vergiss nie: 

Viele erfolgreiche Menschen hatten auch Fehlstarts erleben müssen. Sie sind mit einer Idee gescheitert und hatten Misserfolge zu verbuchen. Der grossartige Wissenschafter Thomas Alva Edison hat die Glühbirne auch nicht in einer Woche erfunden. Wie viel mal hiess es wohl auch bei ihm zurück auf Start? 

Erfolgreiche Menschen unterscheiden sich darin, weil sie immer wieder aufgestanden sind. Sie haben neue Pläne, eine neue Strategie entwickelt und weiter für ihren Traum und ihre Vision gekämpft, bevor sie dann Erfolge verbuchen konnten.

In den USA gilt ein Rückschlag, ein Scheitern ganz und gar nicht als Misserfolg. Im Gegenteil. Man achtet sie für ihr Engagement und ihren Tatendrang.

Sind wir nicht erst dann gescheitert, wenn wir uns selber aufgeben, nicht (mehr) an uns glauben?

Bleib also bei Dir und schau was Du für Dich und Dein Weiterkommen machen kannst. Lass Dich nicht mehr in den Sog der Vergleichs-Abwärtsspirale ziehen. Verwende die Energie lieber dafür Dich zu fragen:

Welche Wünsche und Ziele hattest Du einmal?

Wann und warum hast Du sie aufgegeben?

War es die Angst vor einem Scheitern?

Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt Deine Ziele endlich anzugehen. Steh auf, steh für Dich ein mach den nächsten Schritt. 

Was möchtest Du loslassen, was dient Dir nicht mehr?

Was will jedoch durch Dich noch geboren werden?

Welche Perlen und Diamanten dürfen sich endlich zeigen?

Hör in Dich hinein. Investiere in Dich. Hab den Mut für Dich und Deine Ziele einzustehen.

Was brauchst Du um an Dein Ziel zu kommen? 

Wie kannst Du Dir mehr Pausen ermöglichen?

Betrachte Deine Beziehung – was kannst Du aktiv tun, um sie zu verbessern?

Ist es wirklich das teure Auto, um welches Du den Nachbarn beneidest, oder steckt da vielleicht ein fehlendes Selbstwertgefühl dahinter?

Zweifelst Du allgemein an Dir?

Glaubst Du nicht an Dich, daran dass Du in Deinem Leben etwas verändern kannst, dass Du den „next step“ machen kannst?

Könnte Dich vielleicht ein Coach dabei unterstützen und Dich auf Deinem Weg zum Ziel begleiten?

Und rate mal was passiert, wenn Du dir selber was Gutes tust. Du kannst anderen ihre Erfolge gönnen. Das fühlt sich doch toll an, oder?

Also:

„Vergleiche dich nicht mit anderen Menschen, sondern nur mit dem Menschen, der Du gestern warst.“ 

Ausweglos? NEIN! Aus.Weg.Los! Steh für Deine Träume ein!

Herzlichst,

Gabriela


Übrigens: In meinem grossen Coaching-Paket bekommst du eine von mir aufgesprochene Meditation zum Thema „Selbstwert aufbauen“.


Ausweglos? NEIN! Aus.Weg.Los!

Auf ins Beziehungsglück!